
Neues System teilt das Geld in vier Teile auf
Die Dinge ändern sich. Die besten gespendeten M&S-Kleidungsstücke gehen jetzt an ein Reparaturunternehmen namens Reskinned, werden aufbereitet und dann auf eBay verkauft. Vier Parteien teilen sich den Gewinn: M&S, eBay, Reskinned, und Oxfam erhält 15 %. Die Kunden spenden nach wie vor auf die gleiche Weise – sie füllen online ein Formular aus oder scannen im Geschäft einen QR-Code. Ein Kurier holt die Kleidung kostenlos ab und bringt sie zu Reskinned. Das Unternehmen entscheidet, was verkauft werden kann und was dem Recycling oder den Oxfam Shops zugeführt wird.
Kunden mit Gutscheinen bestechen
M&S bietet seinen Kunden einen 5-Pfund-Gutschein für Online-Einkäufe im Wert von 35 Pfund, wenn ihre Spendentüte mindestens einen M&S-Artikel enthält. Das ist eine clevere Methode, um sicherzustellen, dass die Kunden eher M&S-Kleidung als andere Marken spenden.
Der Gutschein gilt nur für Online-Einkäufe, nicht für Einkäufe in Geschäften. Das Unternehmen hat dieses Detail in aller Stille korrigiert, nachdem es zunächst hieß, er funktioniere überall.
Secondhand-Mode ist jetzt ein großes Geschäft
Das Timing macht Sinn. Die Menschen kaufen mehr Secondhand-Kleidung online als je zuvor. Depop hat gerade einen Jahresumsatz von 1 Milliarde Dollar erreicht, ein Plus von 35 % in drei Monaten. Vinted hat im vergangenen Jahr 813 Millionen Euro umgesetzt und damit einen Zuwachs von 41 % erzielt. Auch traditionelle Einzelhändler mischen jetzt mit. Primark, H&M, Uniqlo und Zara bieten alle einen Reparaturservice an oder verkaufen jetzt auch Secondhand-Artikel. Der Secondhand-Markt ist kein Nebengeschäft mehr – es geht um viel Geld.
Testen, bevor man aufs Ganze geht
Katharine Beacham ist bei M&S für Nachhaltigkeit in der Mode verantwortlich. Sie sagt, durch die eBay-Partnerschaft könne man herausfinden, was die Kunden beim Secondhand-Shopping wollen. Wenn es funktioniert, könnte M&S damit beginnen, gebrauchte Kleidung auf der eigenen Website oder in den Geschäften zu verkaufen. M&S-Kleidung ist bei eBay bereits sehr beliebt – nach Angaben des Unternehmens ist es eine der meistgesuchten Marken auf der Plattform. Der offizielle Laden dürfte einen Teil dieser Nachfrage auffangen.
Die Regierung will weniger Abfall
Im Vereinigten Königreich werden jedes Jahr 700.000 Tonnen Kleidung weggeworfen. Mary Creagh, die Regierungsministerin für Kreislaufwirtschaft, unterstützt Programme wie dieses. Sie möchte, dass Unternehmen und Regierung zusammenarbeiten, um den Modeabfall zu reduzieren. Das M&S-Programm bietet Unternehmen eine Möglichkeit, Nachhaltigkeit rentabel und nicht nur teuer zu machen. Frühere Spendenprogramme kosten Geld. Dieses Programm könnte stattdessen Geld einbringen. Das ist eine bedeutende Veränderung. Früher zahlte M&S für die Durchführung seines Spendenprogramms als Initiative zur Unternehmensverantwortung. Jetzt verwandeln sie es in eine potenzielle Einnahmequelle und behalten gleichzeitig die Vorteile für die Umwelt.Basierend auf einem Bericht des Guardian