
LinkedIn hat sich in den letzten Jahren von einem digitalen Lebenslauf zu einem vollwertigen Business-Netzwerk gewandelt, in dem Marken aufgebaut, Geschäftsmöglichkeiten generiert und Kunden gewonnen werden. Der Wettbewerb um Aufmerksamkeit wird jedoch immer härter. Genau deshalb lohnt es sich, zu überwachen, welche Formate der Algorithmus bevorzugt. Aktuell gehören dazu nicht nur Videos, sondern auch Karussell-Posts, die das Publikum nicht nur fesseln, sondern auch länger mit Ihren Inhalten beschäftigen können als klassischer Text oder ein einzelnes Bild.
Warum gerade Carousel?
- Längere Verweildauer im Beitrag – Benutzer müssen sich durch mehrere Folien klicken, was ein höheres Engagement bedeutet.
- Bessere Lesbarkeit – komplexe Themen können in übersichtliche visuelle Blöcke unterteilt werden.
- Höhere Sichtbarkeit – der Algorithmus belohnt Inhalte, bei denen die Menschen länger bleiben.
- Raum für Geschichtenerzählen – Das Karussell ermöglicht es Ihnen, das Publikum Schritt für Schritt zu führen, ähnlich wie bei einer Präsentation.
So wie Instagram vor einiger Zeit begonnen hat, Videos stark zu bewerben, forciert LinkedIn heute Karussell-Posts.
Sie können die Aufmerksamkeit der Menschen effektiv auf sich ziehen. In der Praxis funktioniert dies, indem eine Person eine Reihe von Folien anstelle einer einzigen Ansicht durchläuft – und jeder zusätzliche Klick bedeutet, dass mehr Zeit mit Ihren Inhalten verbracht wird. Dies ist genau das Signal, das der Algorithmus belohnt.
Daher ist es sinnvoll, den Umgang mit diesem Format zu erlernen und es zu Ihrem Vorteil zu nutzen.
So erstellen Sie ein Karussell auf LinkedIn – Schritt für Schritt
1. Bereiten Sie Ihre Inhalte vor
Zerlegen Sie das Thema in einzelne Punkte. Jede Folie sollte eine klare Idee oder einen klaren Tipp enthalten. Weniger ist mehr.
2. Optimieren Sie Ihren Beitragstext
- Verwenden Sie den ersten Satz als Aufhänger. Es muss die Leute dazu bringen, sich durchzuklicken.
- Fügen Sie am Ende einen Call-to-Action hinzu: Kommentieren, teilen oder stellen Sie eine Frage.
- Die Verwendung von Hashtags kann für die Organisation von Inhalten hilfreich sein. Die Verwendung in Beiträgen ist eher ein Orientierungslabel oder eine Inhaltsrichtung, nicht ein Werkzeug, um den Algorithmus zu hacken. In der Praxis bedeutet dies, dass 3-5 durchdachte Hashtags (eine Kombination aus allgemein und spezifisch) professionell aussehen und den Lesern ein Signal geben, worum es bei dem Thema geht. Aber Sie können nicht erwarten, dass Hashtags allein eine dramatisch höhere Reichweite bringen.
3. Erstellen Sie Visualisierungen
Um ein Karussell auf LinkedIn zu erstellen, müssen Sie ein Dokument im PDF-Format hochladen. Jede Seite dieser PDF-Datei wird dann als separate Folie angezeigt, die das Publikum durchblättern kann.
Am besten gelingt es, wenn Sie sie im quadratischen Format 1080 × 1080 px oder alternativ im Hochformat 1080 × 1350 px vorbereiten, das einen größeren Teil des mobilen Bildschirms ausfüllt.
Das Design sollte mit Ihrer visuellen Identität übereinstimmen – sauber, lesbar und auch auf einem kleinen Display verständlich.
Jede Folie sollte eine Hauptidee tragen, die durch einfache Grafiken oder kurzen Text unterstützt wird. So bleibt der Inhalt übersichtlich und die Leser gelangen ganz natürlich zur nächsten Folie.
4. Laden Sie es auf LinkedIn hoch
- Klicken Sie auf Beitrag erstellen.
- Wählen Sie die Option Dokument aus.
- Laden Sie Ihre vorbereitete PDF-Datei hoch.
- Fügen Sie eine Beschreibung hinzu – eine überzeugende Überschrift, die klar ausdrückt, was der Leser davon haben wird.

Vergessen Sie nicht, die Ergebnisse zu messen
Verfolgen Sie, wie viele Personen das gesamte Karussell durchlaufen haben. LinkedIn zeigt die Anzahl der Aufrufe und Interaktionen an – vergleichen Sie sie mit Ihren regulären Beiträgen.
Achten Sie bei der Messung der Leistung nicht nur auf die Anzahl der Aufrufe. Es ist wichtig, Folgendes zu verfolgen:
- Follow-Through bis zum Ende – Wie viele Personen haben alle Folien durchgesehen? Wenn die meisten beim zweiten oder dritten aufhören, ist das ein Signal dafür, dass der Inhalt nicht ansprechend genug oder zu lang ist.
- Interaktionen – Likes, Kommentare und Shares zeigen Ihnen, ob das Karussell Reaktionen und Diskussionen ausgelöst hat.
- CTR auf Links – Wenn Sie einen Link im Beitrag haben (z. B. zu einem Blog oder Webinar), verfolgen Sie, wie viele Personen darauf geklickt haben.
- Vergleich mit anderen Formaten – erst wenn Sie einen klassischen Textbeitrag, ein Bild und ein Karussell nebeneinander stellen, werden Sie sehen, ob dieses Format Ihnen tatsächlich ein höheres Engagement bringt oder nur eine andere Art von Interaktionen.
Aus diesen Daten kannst du deine eigenen Benchmarks setzen – zum Beispiel, dass ein Karussell im Vergleich zu einem durchschnittlichen Post mindestens doppelt so viele Click-Throughs bringen sollte. Erst dann werden Sie wissen, ob es sich lohnt, mehr Zeit und Energie in dieses Format zu investieren.
Carousel ist nicht nur eine visuelle Ergänzung. Es ist ein Inhaltsformat, das es Ihnen ermöglicht, eine Geschichte zu erzählen, Know-how zu zeigen oder einen komplexen Prozess Schritt für Schritt zu erklären. Und das ist genau das, was Profis auf LinkedIn wollen: wertvolle Inhalte , die schnell verstanden und angewendet werden können.