
Dies stellt eine bemerkenswerte Kehrtwende gegenüber September 2024 dar, als wir berichteten , dass Dienstleistungen das niederländische E-Commerce-Wachstum mit einem Anstieg von 13 Prozent ankurbelten, insbesondere bei Krankenversicherungen und Veranstaltungstickets. Die neuesten Daten zeigen, wie schnell sich die Prioritäten der Verbraucher auf dem digitalen Markt verschieben können.
Kategorie Home & Living mit starkem Wachstum
Home & Living ging mit einem Wachstum der Ausgaben um 19 Prozent und einem Anstieg des Kaufvolumens um 7 Prozent als herausragender Performer hervor. Der Erfolg dieser Kategorie spiegelt die sich ändernden Prioritäten der Verbraucher wider, da die Menschen mehr in ihren Wohnraum investieren.
«Die Verbraucher geben wieder weniger für Erlebnisse und mehr für Produkte für zu Hause aus», erklärt Paul Nijhof von Thuiswinkel.org. Der Trend könnte auf natürliche Austauschzyklen von Einkäufen in der Pandemie-Ära zurückzuführen sein, da Möbel zunehmend aus physischen Geschäften online verlagert werden.
Insgesamt schnitten die Produktkategorien mit einem Anstieg der Ausgaben um 3 Prozent und einem Anstieg der Transaktionszahlen um 1 Prozent gut ab, was den anhaltenden Appetit auf physische Güter zeigt.
Grenzüberschreitende Einkaufsaktivitäten nehmen zu
Die grenzüberschreitenden Ausgaben beliefen sich auf 2,3 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, obwohl das Transaktionsvolumen um 8 Prozent auf 21,6 Millionen Einkäufe stieg. Dies deutet darauf hin, dass niederländische Verbraucher häufiger, aber kleinere internationale Einkäufe tätigen.
Chinesische Plattformen erfassten 30 Prozent der ausländischen Einkaufsaktivitäten und stiegen von 5,9 Millionen auf 6,5 Millionen Transaktionen.
Während die Ausgaben pro Transaktion zurückgingen (von 248 Millionen auf insgesamt 196 Millionen Euro), deutet der Volumenanstieg auf eine breitere Akzeptanz dieser Plattformen hin.
Eine besonders starke Dynamik zeigten die grenzüberschreitenden Produktkäufe mit einem Ausgabenwachstum von 13 Prozent und einem Anstieg des Transaktionsvolumens um 11 Prozent.
Mobiles Einkaufen setzt digitalen Wandel fort
Smartphone-Käufe machen mittlerweile 40 Prozent aller Online-Transaktionen aus, die Nutzung von Desktops und Laptops liegt bei 46 Prozent. Mobilfunknutzer zahlen durchschnittlich 79 Euro pro Bestellung im Vergleich zu 122 Euro auf Laptops, was das unterschiedliche Einkaufsverhalten auf den einzelnen Geräten widerspiegelt.
Auch die Zahlungsmethoden diversifizieren sich. Während iDEAL mit 70 Prozent (von 73 Prozent) weiterhin dominierend bleibt, gewannen alternative Dienste wie Klarna an Boden und wuchsen von 3 auf 4 Prozent.
Serviceausgaben passen sich an neue Muster an
Die Servicekategorien wurden angepasst, da sich die Prioritäten der Verbraucher verschoben haben, wobei die Ausgaben um 7 Prozent und das Transaktionsvolumen um 12 Prozent zurückgingen. In der Kategorie Tickets und Veranstaltungen gab es die deutlichsten Veränderungen, wobei die Ausgaben um 16 Prozent niedriger waren, was die sich entwickelnden Unterhaltungspräferenzen widerspiegelt.
Diese Anpassung folgt auf ein 10-prozentiges Wachstum der Dienstleistungsausgaben im Jahr 2024, was auf natürliche Marktkorrekturen hindeutet, wenn sich das Verbraucherverhalten nach der Pandemie stabilisiert.