
Die Forschung zeigt, dass Unternehmen die Investitionen in Fernsehwerbung am aggressivsten kürzen. 34 % der Marketer verlagern Gelder von TV zu organischen Social-Media-Inhalten. Traditionelles SEO steht unter ähnlichem Druck – 32 % der Unternehmen ziehen ihr Budget zugunsten sozialer Plattformen ab.
Wohin geht das Geld?
Die Investitionsaufteilung ist ziemlich klar. 87 % der Führungskräfte planen, die Ausgaben für bezahlte soziale Medien zu erhöhen, während 80 % mehr in Influencer-Marketing und organische Inhalte investieren möchten.
Auch E-Mail-Marketing und bezahlte Suche stehen unter Kürzungen. 32 % der Unternehmen verlagern Geld von E-Mail-Kampagnen auf organische soziale Medien, während bezahlte Suche am meisten an bezahlte soziale Kampagnen verliert – 33 % der Budgets bewegen sich in diese Richtung.
Interessanterweise verlieren Außenwerbe- und Medienbeziehungen etwa ein Viertel bis ein Drittel ihrer Budgets in allen Umverteilungskategorien.

Source: Sproutsocial
Neue Rollen entstehen auf dem Arbeitsmarkt
Die Budgettransformation bringt Veränderungen in den Einstellungsstrategien mit sich. Drei Viertel der Marketingleiter planen, die Mitarbeiterzahl in Social-Media-Teams zu erhöhen, wobei diese im B2B-Bereich auf die Hälfte sinkt.
Die fünf begehrtesten Positionen zeigen, wohin sich das Marketing entwickelt:
- SOSEO (Soziale Suchmaschinenoptimierung)
- Sozialer Kundenservice & Support
- Bezahlte Sozialversicherung
- Influencer-Marketing
- Soziales Zuhören & soziale Analytik
Überraschenderweise steht die Inhaltserstellung nicht ganz oben bei der Einstellung, obwohl viele Führungskräfte glauben, dass ihre Marken mehr posten sollten. Der Schwerpunkt verlagert sich auf Spezialisierung und Analyse.
Was das für Unternehmen bedeutet
Mehr als die Hälfte der Marken hat bereits eine Strategie für Social Search, und weitere 43 % experimentieren damit. Dies reagiert auf verändertes Nutzerverhalten, da Menschen zunehmend direkt auf Plattformen wie TikTok oder Instagram nach Informationen suchen statt bei Google.
Ein interessanter Trend ist der Anstieg der Ausgaben für Agenturen und Freiberufler – 71 % der Führungskräfte geben an, seit der Einführung von KI die Ausgaben für externe Anbieter erhöht zu haben . Die Einführung neuer Technologien führt paradoxerweise zu einem größeren Bedarf an Humanressourcen, nicht weniger.
Für den E-Commerce bedeutet das eines: Nur mehr Inhalte zu posten reicht nicht aus. Der Schlüssel ist ein strategischer Ansatz – eine bessere Abstimmung mit der Zielgruppe und die Bereitstellung hochwertiger Inhalte. Das Volumen ist nicht mehr die Hauptkennzahl, die du verfolgen solltest.